Kirche der Zukunft
Seelsorge in neuen Strukturen - Kirche der Zukunft
Hier finden Sie Infos zu den anstehenden Veränderungen in unserer Kirchenlandschaft:
Kirchengemeinden im Dekanat Balingen geben Voten für neue Struktur ab
Im Frühjahr 2025 haben Bischof Dr. Krämer und der Diözesanrat – das oberste Leitungsgremium mit gewählten Vertreter:innen aus der ganzen Diözese – den Entwicklungsprozess „Kirche der Zukunft“ gestartet. Anlass dafür sind zentrale Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen, steigende Kosten, sinkende Finanzmittel und weniger pastorales Personal.
Ziel des Programms „Seelsorge in neuen Strukturen“ ist es, den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu werden, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Hierzu werden aus den aktuellen 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis zum Jahr 2030 50 bis 80 neue Kirchengemeinden durch Union gebildet.
Die 26 Kirchengemeinden im Katholischen Dekanat Balingen hatten wie alle Kirchengemeinden der Diözese bis zum 20. September 2026 Zeit, ihre Voten zur Umschreibung der neuen Kirchengemeinden abzugeben.
Nach der Abgabe der Voten der Kirchengemeinden und der Stellungnahmen der Steuerungsgruppen werden diese nun in den diözesanen Gremien weiter bearbeitet. Am 10. Oktober wurde bereits der Diözesanrat über den aktuellen Arbeitsstand zur Umschreibung der neuen Kirchengemeinden informiert. Es zeichnet sich derzeit ab, dass das gesetzte Ziel von maximal 80 neuen Kirchengemeinden in der Diözese eingehalten werden kann. Bischof Krämer betonte: „Ich war sehr überwältigt, dass wir über 1.000 verbindliche Voten erhalten haben. Mein herzlicher Dank gilt den vielen Menschen in unserer Diözese, die sich konstruktiv beteiligt haben. Dieses phänomenale Ergebnis ist eine große gemeinschaftliche Leistung.“
Nach derzeitigem Arbeitsstand würden sich die Kirchengemeinden im Dekanat Balingen künftig zu zwei neuen Kirchengemeinden zusammenschließen: Eine neue Kirchengemeinde, bestehend aus den Kirchengemeinden der SE 1 Am kleinen Heuberg, SE 2 Oberes Schlichemtal und SE 3 Balingen und eine zweite neue Kirchengemeinde mit den Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheiten SE 4 Heuberg, SE 5 Ebingen-Lautlingen-Margrethausen und SE 6 Talgang. Beide neue Kirchengemeinden würden aktuell rund 17.000 Mitglieder umfassen.
Ende Oktober wird der Priesterrat die vorgeschlagenen Umschreibungen beraten. Das Votum des Diözesanrats über die konkrete Zahl und den Zuschnitt der neuen Kirchengemeinden folgt dann Ende November. Die abschließende Entscheidung trifft anschließend der Bischof.
2027 geht das Programm „Seelsorge in neuen Strukturen“ mit Starttagen für Haupt- und Ehrenamtliche in die nächste Phase, die Bildung der neuen Kirchengemeinden. Bis zur Errichtung der neuen Kirchengemeinden zum 01.01.2030 wird in den kommenden Jahren in den neuen Kirchengemeinden, begleitet durch das Dekanat, eine Gründungsvereinbarung erarbeitet, deren Herzstück eine Pastoralkonzeption zum Start der neuen Kirchengemeinde sein wird.